imyohorengekyo

Über meinen Nichiren-Buddhismus

Der liegende Buddha

12 Kommentare

In München kann zur Zeit beobachtet werden, wie Buddhisten in Vorurteilen und Unverständnis Christen in nichts nachstehen. Die Sache zeigt, dass sich Buddhisten und Christen in Beurteilung und Verständnis von künstlerischen Darstellungen nicht groß unterscheiden. Kunst ist halt nicht jedermanns Sache…:mrgreen:

Die Sprecherin betont, die Stadt wie auch der Künstler wollten mit der Aktion „natürlich keinen Buddha schänden“. Vielmehr sei es die „Darstellung eines Souvenir-Artikels“, wie es viele hierzulande gäbe. Häufig, sagt Becker, kämen die hier verkauften Deko-Buddhas nicht aus China, sondern aus der Gegend um Dresden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung.

Gefunden auf Atheist Media Blog. Sehr amüsant dort auch der Kommentar von Willie:

Ich find das toll mit der buddhistische Nonne. Sie bringt zu dem tagesaktuellen Thema noch eine historische Note hinzu mit ihrem “I’m ashamed of Munich”.

12 thoughts on “Der liegende Buddha

  1. Pingback: heilig oder nicht heilig ? | zentao blog über zen + anderes

  2. Schon recht erstaunlich wieviel „Kunst-Versteher“ hier plötzlich auftauchen, die eine Geschmacklosigkeit wie diese umgeworfene, im Dreck liegende Buddha-Statue ernstlich als Kunst verteidigen. Religion hin oder her. 
    Zwischen Kunst und „Kunst“ gibts erhebliche Qualitätsunterschiede – vielleicht schon mal bemerkt?
    Nachplapperer  bezeichnen auch noch einen Haufen Scheisse als Kunstwerk. Mahlzeit!

  3. Vielen Dank für diesen erhellenden Kommentar, auch wenn ich nicht weiß wo „hier“ ist und wer die „Nachplapperer“ sind. Obiger Wilson, der mit unflätigen Wörtern um sich schmeißt, war auf jeden Fall zu feige, eine gültige Emailadresse zu hinterlassen. Er kommentierte anonym mit einer Wegwerf-Emailadresse, die nach 60 Minuten erlischt.

    In unserer Geschichte ging es auch schon mal um „Qualitätsunterschiede“ in der Kunst. Da wurde die „schlechtere“ Kunst dann „entartet“ genannt.

  4. 2 offene Briefe der DBU an das Kulturreferat der Stadt München

    edit on —————————

    Briefe gelöscht, da kein persönlicher Kommentar. Sorry.

    edit off —————————

    Sogen Ralf Boeck
    (i.A. des Rates der DBU)

    • Da der Kommentar keinen Beitrag zu einer Diskussion enthielt, habe ich die beiden Briefe der DBU an die Stadt München, die komplett (!) in das Kommentarfeld geballert wurden, entfernt.

      Diese Blog ist eine private Veranstaltung und jeder private Kommentar ist willkommen. Auch Gemecker und Gemotze sind kein Problem.

      Dieses Blog ist keine Werbefläche für die Interessen der DBU und soll daher nicht dafür missbraucht werden. Schriftverkehr, der mir persönlich mitgeteilt werden soll, kann gerne an dieser Stelle gemailt werden. Ebenso ist das Setzen eines Links auf betreffende Quellen im Kommentar erlaubt.

  5. Zum Schluss möchte ich noch anfügen (lustig bei Buddhisten, die doch Anhaftungen vermeiden wollen):

    Eine Statue ist eine Statue ist eine Statue ist eine Statue ist eine Statue ist eine Statue ist eine Statue ist eine Statue [bei Bedarf beliebig verlängern]…

  6. Großartig, wie offen hier diskutiert werden kann. „Keinen Beitrag zu einer Diskussion“? Die beiden gelöschten offenen Briefe SIND der Beitrag der DBU zu dieser Diskussion. Nun gut, es ist Ihr Blog, spielen Sie ruhig den Zensor. Was mich angeht, so hat sich dieses Blog als Forum eines freien Meinungsaustausches disqualifiziert.
    – EOD –

    • Ich bitte für meine ungenaue Wortwahl um Entschuldigung. Es sollte weiter oben anstatt “keinen Beitrag zu einer Diskussion” besser “keinen Beitrag zu einer privaten Diskussion” heißen.

      Sie haben weiterhin die Möglichkeit einen Link zu der Stellungnahme bzw. den offenen Briefen der DBU zu setzen und anschließend ihre private Meinung zu äußern. Private Diskussion bedeutet für mich der Austausch privater Meinungen. Der mit Copy & Paste eingefügte offizielle Beitrag der DBU zu dieser Diskussion ist eben keine private Meinung einer einzelnen Person, sondern die Stellungnahme einer Organisation.

      Vielen Dank, dass sie meinen Wunsch nach einem privaten Charakter dieses Blogs respektieren.

  7. Warum sollten Buddhisten die besseren Menschen sein? Warum sollte ein serieller Plastikbuddha, irgendwo abgelegt, Kunst sein? Nur weil die Erklärung auf einen metaphysischen Raum verweist, wird das Objekt nicht zur Kunst. Dazu ist die Idee zu schwach und zu beliebig. Sicher ist ein im Straßendreck liegender Buddha eine Provokation für Buddhisten. Ziemlich sicher hat der Künstler mit diesem Effekt gespielt. Schließlich sind Sex und Blasphemie immer ein Stöckchen, über das jemand springt.
    Das Ushnisha (Haarknoten) einer Buddhastatue sollte in einem buddhistischen Haushalt stets der höchste Punkt der Einrichtung sein. Wenn, dann hätte der Buddha auf den Olympiaturm oder, sofern man sich auf die Altstadt beschränkt, auf den Nordturm der Frauenkirche gestellt werden müssen. Eine solche temporäre Präsentation wäre ob ihrer Ambivalenz (München als buddhistischer Haushalt) eher Objektkunst gewesen.
    Servus M. M.

    • Vielen Dank für diesen entspannten und treffenden Kommentar. So ähnlich sehe ich das auch.

      Das Ushnisha (Haarknoten) einer Buddhastatue sollte in einem buddhistischen Haushalt stets der höchste Punkt der Einrichtung sein.

      Wie interessant! Selbst das wird in Japan dann sehr schwierig einzuhalten sein, da Buddhas dort oft Glatze haben…:mrgreen:

  8. Ich habe jetzt erst zufällig anhand eines Fotos gesehen, daß es sich hier um eine echte künstlerische Stellungnahme zum Thema Verkitschung des Buddhismus handelt. Das verändert die Sicht auf diese Aktion völlig. Der angeblich im Dreck liegende Buddha „Made in Dresden“ ist damit eine Kritik an dem was weit und breit keinen braven Buddhisten stört: Die unsägliche Verramschung des Buddhismus. Das eigentlich Kritikwürdige um das es hier geht, ist, daß es Buddhisten weitgehend egal ist, daß ihre Gallionsfigur als Esoterikkitsch landauf landab aufs trivialste durch den kapitalistischen Vermarktungsdreck gezogen wird. Die Aktion ist klasse. Und die Reaktionen auf sie zeigen einmal mehr das erbärmliche geistige Niveau des deutschen Buddhismus. Konsum (auch und bevorzugt religiöser) ja, kritische Auseinandersetzung mit den Verhältnissen (Buddhsimus als neuer trivialer Massenglaube) nein.

    • Und das Kunstwerk weist wohl noch darauf, dass viele dieser unsäglichen Kitsch-Konsum-Buddhas für den europäischen Markt in Dresden hergestellt werden. Auf jeden Fall ist die Diskussion gelungen.

      Interessant, was Ralf Boeck dazu zum Besten gibt:

      Hier verletzt eine Behörde die ihr zur Pflicht gemachte weltanschauliche Neutralität. Bitte machen Sie sich doch einmal kundig, wie etwa buddhistische Besucher aus Sri Lanka oder Thailand (um nur zwei Beispiele zu nennen) eine solche Installation empfinden.

      Er hat, glaube ich, vergessen, dass hier unsere Gesetze gelten. Und diese sehen vor, dass ich ein Stück öffentliches Straßenland mieten darf und darauf alles machen kann, was nicht gegen unsere Gesetze verstößt.

      Und außerdem: Unsere Grundrechte stehen nach meinem Dafürhalten weit über einer zweifelhaften Reputation in Ländern, die die Menschenrechte mit Füßen treten.