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Über meinen Nichiren-Buddhismus


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Löschen, vergessen und Schwamm drüber

Der Unbuddhist beschreibt in seinem Beitrag Schwamm drüber und Korruption und Missbrauch – Kein Problem für Misho-an in Wien, wie Zen-Praktizierende das Tuch des Schweigens und Vergessen über unliebsame Tatsachen ausbreiten. Bei diesen unliebsamen Tatsachen handelt es sich im westlichen Zen-Buddhismus immer wieder um Korruption und sexuellen Missbrauch. Diese Tatsachen werden einfach verdrängt und gelöscht. Diskutiert und aufgearbeitet werden sie nicht.

Auch Menschen, die der SGI-D nahe stehen, beteiligen sich an dieser Aktion „Schwamm drüber“. Die Betreiber der SGI-D nahen Internetpräsenz ichinen.de könnten die Verlinkung ihrer Seite im Thread „ein schmutziges infiziertes Stofftuch“ im Forum Buddhaland zum Anlass nehmen, zu diesen Texten Stellung zu nehmen und diese zu diskutieren. Immerhin handelt es sich bei einem dieser Herren um eine Person mit einem akademischen Grad. Dieser Herr sollte doch intellektuell dazu in der Lage sein. Da sie laut Impressum Google Analytics für ihre Webseite benutzen, sind sie sehr genau über Besucher vom Forum Buddhaland informiert. Nichts ist im Internet besser als eine thematische Verlinkung, um zu Inhalten sehr wirksam Stellung zu beziehen.

Die Betreiber haben es vorgezogen, die betreffenden Texte auf ihrer Webseite zu löschen. Gelangt man über den Link aus dem Forum dorthin, sind die Texte nicht mehr zu finden.1 Die Herren haben es so gemacht, wie es bei Buddhisten in Deutschland oft üblich ist: Verschweigen, vergessen, Augen zu und durch. Oder mit anderen Worten: Schwamm drüber!


  1. Zuerst hatten die Seitenbetreiber nur die Verlinkungen auf ihrer Webseite entfernt. Die Texte von Tsuji waren eine Weile durch eine einfache Suche bei Google zu finden. Leider bringt eine eine Google-Suche mit Zitaten nun auch kein Ergebnis mehr. 
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Die Acht Winde reloaded oder ein Furz ist auch ein nur Wind

In meinem Beitrag Die weltlichen Dinge oder das Konzept der Acht Winde habe ich über die Acht Winde, die im Theravada-Buddhismus „weltliche Bedingungen“ oder „Acht Dinge“ (attha-loka-dhamma) heißen, geschrieben und was sie für mich und meine Praxis bedeuten. Folgende witzige Geschichte habe über die Acht Winde gefunden. Sie illustriert sehr anschaulich die Bedeutung und Wirkung der Acht Winde.

In China werden interessante Geschichten über Su Shi (1036 -1101), einen chinesischen Schriftsteller, Künstler und Kalligraphen, und seinen guten Freund Foyin, einen Meister des des Zen-Buddhismus, erzählt. Sie lebten an den gegenüberliegenden Ufern eines Flusses. Die folgende Geschichte ist sehr berühmt.

Eines schönen Tages fühlte sich Su Shi, der auch als Su Dongpo bekannt ist, sehr inspiriert und schrieb dieses Gedicht:

Ich neige mein Haupt vor dem Himmel in den Himmel,
haarfeine Strahlen erhellen das Universum.
Die Acht Winde können mich nicht bewegen,
ich sitze still auf dem purpurgoldenen Lotus.

Lachender BuddhaDie Acht Winde in diesem Gedicht beschreiben Lob, Tadel, Ehre, Schande, Gewinn, Verlust, Freude und Kummer. Diese zwischenmenschlichen Kräfte treiben die materielle Welt an und beeinflussen die Herzen der Menschen. Dongpo war der Meinung, er habe eine so hohe Stufe der Erleuchtung erlagt, dass diese Kräfte ihn nicht mehr berühren könnten.

Von sich selbst beeindruckt, schickte Dongpo einen Diener, um das Gedicht zu Foyin zu tragen. Er war sich sicher, dass sein Freund ebenso beeindruckt wäre wie er. Als Foyin das Gedicht las, schrieb der Zen-Meister „Furz“ auf das Manuskript und ließ es an Dongpo zurückgehen. Dieser war entsetzt, als er sah, was der Zen-Meister geschrieben hatte. Er explodierte: „Wie kann er mich so beleidigen, dieser lausige alte Mönch? Er hat mir eine Menge zu erklären!“ Voller Empörung bestellte er eine Fähre, um so schnell wie möglich ans andere Ufer kommen. Dort angekommen, sprang er aus dem Boot und stürmte in den Tempel. Er wollte Foyin finden und eine Entschuldigung fordern. Doch Foyins Tür war verschlossen und an der Tür war ein Stück Papier mit den folgenden zwei Zeilen befestigt:

Die acht Winde können mich nicht bewegen,
aber ein Furz blies mich quer über den Fluss.

Dongpo fühlte sich kalt erwischt. Foyin hatte seinen hitzköpfigen Besuch erwartet! Aber Dongpos Ärger verschwand sofort, als er die Absicht seines Freund verstand. Wenn er wirklich ein Mann der Erleuchtung wäre, völlig unberührt von den Acht Winden, wie konnte er sich dann so leicht provozieren lassen? Beschämt, aber weiser, ging Su Dongpo still nach Hause.

Frei übersetzt nach »The Story of Su Dongpo who Wrote: Being Childlike and Guileless Are My Teachers«.