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Über meinen Nichiren-Buddhismus

Japanischer Buddhismus in Dienstleistung und Esoterik

13 Kommentare

Screenshot Einladung

Screenshot

Vor einigen Tagen habe ich eine Einladung zu einer Gästeversammlung der SGI-D in den Kleinanzeigen eines Städteportals gefunden. Soll das funktionieren? Gibt es tatsächlich Menschen, die solch seltsamen Einladungen in den Kleinanzeigen eines Städteportals folgen? Über Aufklärung wäre ich sehr dankbar.

Ganz obskur finde ich die Tatsache, dass in der Kleinanzeige verschwiegen wird, dass es sich um eine Gästeversammlung der SGI-D (Soka Gakkai International Deutschland) handelt. Wenn man dem Link auf die private Homepage folgt, wird das auf der Startseite deutlich.

Meine Meinung? Echt schräg!

13 thoughts on “Japanischer Buddhismus in Dienstleistung und Esoterik

  1. Na, ja ich glaube auch nicht, daß das der Weg zum Erfolg ist, aber es gibt schlimmeres! Interessant wäre für mich, wer diese Anzeige bezahlt hat. Die SGI-D? Das wäre schon bedenklich. Oder eine Privatperson aus eigenen Mitteln?

    • Hallo Thomas,

      wegen deinem Kommentar habe den Link noch einmal aufgerufen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Anzeige mittlerweile aus dem Angebot entfernt ist.

      Die Anzeige auf dem Portal war kostenlos. Auf dem Screenshot (zum Vergrößern anklicken) ist das sichtbar. Als anzunehmender Urheber war unter der Anzeige die Webseite einer Privatperson angegeben. Als Kontaktmöglichkeiten wurden eine Emailadresse bei live.de und eine bei googlemail.com angegeben. Diese hatten ersichtlich ebenfalls privaten Charakter. Diese persönlichen Daten habe ich in dem Screenshot unkenntlich gemacht.

  2. Ist doch nett und aufmerksam wenn jemand einladet. Werde wohl nie verstehen, warum man sich über Einladungen grundsätzlich aufregen kann. Aber es scheint so, daß so etwas ganz tief drinnen auf den „ich will“ Mechanismus druckt.
    Also sich gar für eine Einladung zu bedanken ist sicher was wahrlich Utopisches in Buddhistischen Kreisen.
    Aber vielleicht bin ich jetzt ja auch völlig falsch und es geht da um eine Insider Sache.

    Stellt euch mal vor wie viel Glück diese Städter da haben, wenn man bedenkt wie selten das Treffen mit Buddhas Lehren ist. Das ist doch meist der Beginn einer Lehrrede oder?

    Oder will da etwa jemand heimlich an unseren Futternapf?
    🙂 Viel zum Besinnen.

    • Es ging mir nicht um die Kritik der Einladung selbst. Das mag man sehen, wie man will. Ich beanstande so etwas nicht.

      Mir ging es darum, dass diese Einladung unter „Esoterik“ lief. Wenn du deinen Buddhismus gern vor Menschen unter diesem Label vorgestellt siehst: Nun denn, deine Sache.

      Ein anderer Kritikpunkt ist das Verheimlichen der einladenden Person und der einladenden Organisation. In meinem bisherigen Leben wurde ich immer „von jemandem“ eingeladen. Andere Gruppierungen laden auch mit ihrem Namen ein. Ich hätte mir also eine Einladung gewünscht, die den Namen des Einladenden und/oder den Namen der einladenden Organisation enthält.

      Ich hoffe, du hast die Motivation meiner Kritik jetzt etwas besser verstanden.

      • Nicht anders als zuvor, imyohorengekyo.
        Der Grund für die Rubrik wird wohl sein, daß es auf der Plattform keine andere/bessere gibt und Esoterik könnte ja auch ein Zeichen von sehr ehrlich sein. Aber das ist ja alles spekulativ.
        Hast du schon mal angefragt? „Danke für die großzügige Einladung… “ und vielleicht ein Wink der Neugierde wer da lädt, ganz zu schweigen, was einem diese Information bringen kann, außer einen vergleich mit dessen was man sich so Vorstellt.

        Im übrigen wünsch man sich nicht eine Einladung oder wie sie aussehen soll, sondern nimmt sie, wenn sie nicht offensichtlich schlecht motiviert ist, doch am besten mal an.

        Das mit dem Einladen der Einaldungskultur, Dankbarkeit und Großzügigkeit… ist ein mühes Thema in einer „ich kann.. „, „ich hab ein Recht…“, „ich will…“, „das steht mir zu…“ verglaubten Gesellschaft, von der man sich ruhig verabschieden kann. Gibt nicht so viele Wesen auf der Welt, die geladen werden.

        Ach ja, in guter Gesellschaft ist es immer auch üblich ein Geschenk zu bringen, wenn man jemanden besucht.🙂

      • Ich halte die Offenbarung über Person und Motivation immer noch für die ehrlichste und freundlichste Einladung. Damit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht. Alles andere halte ich für eine unehrliche Vorgehensweise.

  3. Ich auch, ziemlich klare imyohorengekyo. Aber die Leute haben nun mal gerne Erscheinungen als Pseudonyme und in anderer Form. Das kommt wohl alles vom Training im Haushältergleichmut.
    Aber nur um dir da mal das Beispiel auch offen zu legen, was würdest du dir denken, wenn sich einer muckiert, wenn er eine Webseite von einem/einer imyohorengekyo sieht. Ohne Namen, ohne Geburtsort, ohne Lebenslauf, ohne…🙂 Und was dies(er) imyohorengekyo alles schreibt…

    • Ich verstehe, was du meinst. Ich muss dazu sagen, dass in diesem Blog jeder das Recht hat, meine Schreibweise oder die Themen hier im Blog zu kritisieren.

      Ich würde dann denken: Oh, ein Mensch, der seine europäische Denkmurmel in Betrieb hat! Wie sympathisch!

      Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass keine Beleidigungen fallen oder Beschimpfungen laut werden.

      Was ich auch nicht durchgehen lasse, sind Kommentare, die einfach nur öffentliche Werbung für unpersönliche Standpunkte irgendwelcher Organisationen machen wollen. Das ist in meinen Augen Kommentar-Spam.

    • Das ich meinen Namen Nicht nenne, wurde übrigens schon einmal in einem Kommentarstrang beim Unbuddhist von irgendjemandem kritisiert. Ich kann mich nicht erinnern, wer das war.

      Aber dazu ist zu sagen: Ich schreibe nur über Organisationen und Sachverhalte. Und nur über meine eigenen Gefühle dazu. Da besteht kein Anlass, meinen Namen zu nennen, weil er dabei nichts zur Sache tut. Niemand wird gezwungen, meine Texte zu lesen.

      Es ist anders, wenn ich jemanden in eine Gruppe einlade und dieser nicht weiß, wer ich oder die Gruppe bin/ist. Eine völlig andere Situation. Viele Menschen trauen sich in solchen Situationen nicht, nein zu sagen und sich zu entfernen. So was heißt landläufig auch Gruppenzwang. Vielleicht ist dir „Lovebombing“ ein Begriff.

      Es gibt zu viele zweifelhafte Organisation, die auf diese Weise Mitglieder werben.

      • Und warum soll es bei denen etwas zur Sache tun? Ladest du keine Leute ein hier zu schreiben?
        Die Dinge mögen vielleicht aus dem subjektiven Winkel verschieden sein, aber wenn ich mit dem da oben und mit dem Blog und dir genau so viel an Hut haben und nicht wirklich involviert bin, sehe ich keinen Unterschied. Und nochmals, ich bin vollkommen deiner Ansicht, daß Leute die anonym herumfleuchen immer einen Grund dafür haben, warum sie das tun.
        Deine Situation und die der Anderen ist immer anderes solange da ein Vergleichen „besser bin ich, gleich bin ich, schlechter bin ich“ ist. Aber das tut nichts zu Sache/gegen die Sache, denn Sache ist Ursache von Kummer und Stress.

        Aber nur kein Stress, werte(r) kann ruhig anonym bleiben, wenn er/sie glaubt das ihn/sie das vor Resultaten schützt. Mir is echt gleich, und dennoch empfehle ich, weg von den „ich bin dies, ich will das sein, ich bin nichts, ich bin jetzt das“ und einfach gerade heraus.

        Zwei „Karma unser“ und das ist schon wieder in Ordnung🙂

  4. Aber das tut nichts zu Sache/gegen die Sache, denn Sache ist Ursache von Kummer und Stress.

    Diese Sicht ist mir völlig neu. Ich gehe davon aus, dass die Dinge von sich aus nichts bewirken. Eben dass die Dinge „leer“ sind. Kummer und Stress werden also durch mein Anhaften an die Sache durch mich erzeugt.

    Die Ursache bin also ich. Die Sache ist nur der äußere Anlass. In meinen Augen ist das ein wichtiger Unterschied.