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Über meinen Nichiren-Buddhismus


Religion und der infizierte Geist

Krieg

The reason organized religion merits outright hostility is that, unlike belief in Russell’s teapot, religion is powerful, influential, tax-exempt and systematically passed on to children too young to defend themselves. Children are not compelled to spend their formative years memorizing loony books about teapots. Government-subsidized schools don’t exclude children whose parents prefer the wrong shape of teapot. Teapot-believers don’t stone teapot-unbelievers, teapot-apostates, teapot-heretics and teapot-blasphemers to death. Mothers don’t warn their sons off marrying teapot-shiksas whose parents believe in three teapots rather than one. People who put the milk in first don’t kneecap those who put the tea in first.

Richard Dawkins in „The infected mind“ aus „The Devil’s Chaplain“, S. 117 f.
Eine Übersetzung befindet sich hier.


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Die buddhistische Haltung zum Klonen des Menschen

Der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Jens Schlieter legt in seinem Aufsatz „Die buddhistische Haltung zum Klonen des Menschen“ dar, warum die ablehnende Haltung der Deutschen Buddhistischen Union zum Klonen des Menschen eher dem common sense des europäischen Humanismus entspricht als einer traditionellen buddhistischen Ethik. Nach Prof. Dr. Jens Schlieter besitzt der Buddhismus keine Argumente und Vorschriften gegen das Klonen oder den Eingriff in die Keimbahn des Menschen. Die buddhistische Ethik deckt dieses Thema in keiner Art und Weise ab. In meinen Augen ist das ein weiteres, sehr gutes Argument für uns europäische Buddhisten, den asiatischen Buddhismus auf den Prüftstand zu stellen. Wir dürfen nicht gedankenlos überkommende Vorschriften und Regeln kopieren und damit das Erbe der Aufklärung, die Grundlage unserer geistigen Freiheit, preisgeben.


Richard Dawkins über Atheismus und Religion

„Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins ist ein tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Aber Richard Dawkins schreibt anscheinend nicht nur gute Bücher, sondern kann auch leidenschaftliche, amüsante und kraftvolle Vorträge halten. In diesem Vortrag über Atheismus und Religion kann das Wort „Gott“ ohne Probleme durch Begriffe wie „Karma“ oder „Reinkarnation“, die gerne pseudowissenschaftlich gebraucht werden, ersetzt werden. Der Vortrag hat deutsche Untertitel.


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Der Zauberschlüssel von Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg

Da liege ich still allein, gewickelt in diese vielfachen schwarzen Tücher der Finsternis, Langeweile, Unfreiheit, des Winters – und dabei klopft mein Herz von einer unbegreiflichen, unbekannten inneren Freude, wie wenn ich im strahlenden Sonnenschein über eine blühende Wiese gehen würde. Und ich lächle im Dunkeln dem Leben, wie wenn ich irgendein zauberhaftes Geheimnis wüßte, das alles Böse und Traurige Lügen straft und in lauter Helligkeit und Glück wandelt. Und dabei suche ich selbst nach einem Grund zu dieser Freude, finde nichts und muß wieder lächeln über mich selbst. Ich glaube, das Geheimnis ist nichts anderes, als das Leben selbst; die tiefe nächtliche Finsternis ist so schön und weich wie Sammet, wenn man nur richtig schaut. Und in dem Knirschen des feuchten Sandes unter den langsamen schweren Schritten der Schildwache singt auch ein kleines schönes Lied vom Leben – wenn man nur richtig zu hören weiß. In solchen Augenblicken denke ich an Sie und möchte Ihnen so gern diesen Zauberschlüssel mitteilen, damit Sie immer, und in allen Lagen das Schöne und Freudige des Lebens wahrnehmen, damit Sie auch im Rausch leben und wie über eine bunte Wiese gehen.

Rosa Luxemburg im Gefängnis, Breslau, Mitte Dezember 1917.


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Friedrich Nietzsche und seine unzeitgemäßen Betrachtungen

Blätter

Im Grunde weiss jeder Mensch recht wohl, dass er nur einmal, als ein Unicum, auf der Welt ist und dass kein noch so seltsamer Zufall zum zweiten Mal ein so wunderlich buntes Mancherlei zum Einerlei, wie er es ist, zusammenschütteln wird: er weiss es, aber verbirgt es wie ein böses Gewissen – weshalb?

Friedrich Nietzsche in Unzeitgemäße Betrachtungen