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Über meinen Nichiren-Buddhismus


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Soka Gakkai International: Cult or Culture?

„Cult or Culture“ ist eine lesenswerte Reihe von 20 Beiträgen auf dem Blog eines ehemaligen Mitglieds der Soka Gakkai International USA (SGI-USA). In den englischen Beiträgen ist zu lesen, wie die Verfasserin in langen Jahren zu ihrer eigenen Art des Denkens zurückfindet. Die Autorin hat eine humorvolle und witzige Art sich auszudrücken. Ich fand es schön zu lesen, wie dieser Mensch auf seinem spirituellen Weg voranschreitet.

FlowersBei der Auseinandersetzung mit dem Thema, ob die Soka Gakkai als Sekte zu beurteilen ist oder nicht, fällt mir auf, dass die SGI-USA noch ein anderes Kaliber zu sein scheint, als deren deutsches Pendant, die SGI-D. Ich finde es oft schon bedenklich, welche Einstellungen von Mitgliedern der SGI-D vertreten werden, die in keiner Art und Weise durch die Lehren von Nichiren belegt werden können. Einiges ist Aberglaube und deckt sich noch nicht einmal mit Lehren der SGI-D. Die SGI-USA scheint erheblich schlimmer zu sein.

Die kommunizierten Orientierungen und Einstellungen der verschieden Gruppierungen der Nichiren-Buddhisten in den USA ähneln in meinen Augen oft den Meinungen der evangelikalen Christen. Getreu dem Motto „wen Gott liebt, dem gibt er“ ist finanzieller Wohlstand eine natürliche Folge von Spenden an die Kirche und Gehorsam gegenüber freikirchlichen Regeln und Gesetzen. Auch in der Soka Gakkai wird oft die Meinung vertreten, dass finanzieller und beruflicher Erfolg eine direkte Folge der Menge des Chantens von Daimoku ist.

Diese Lehrmeinung kann ich nicht in den Schriften von Nichiren entdecken. In den Schriften von Nichiren geht es um die Erleuchtung und das wahre Glück. Es geht in den Goshos nicht um finanziellen und beruflichen Erfolg. Im Gegenteil: Diese Dinge gehören nach Nichiren zu den Acht Winden, wie in den Briefen an seine Schüler immer wieder zu lesen ist. Er ermahnt seine Schüler in der Gosho immer wieder, sich nicht von Wohlstand, Armut, Lob oder Tadel beeinflussen zu lassen. Die praktische Ausübung des Buddhismus soll nach Nichiren im Mittelpunkt des Lebens stehen.

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Ist die SGI eine Sekte?

Da mein Kommentar unter dem Beitrag mit dem Film „David wants to fly“ von David Sieveking über Transzendentale Meditation und David Lynch vielleicht etwas schwer zu finden ist, mache ich an dieser Stelle mal einen Artikel daraus. Und warum?

Im Forum buddhaland.de fragte ein User nach Informationen über die SGI (Soka Gakkai International) und ich versuchte ihm aus meiner Sichtweise ein paar Antworten zu geben. Daraufhin wurde die SGI als Sekte und ich als Sektenmitglied bezeichnet. Anschließend wurden Links zu einem Opferforum von Rick A. Ross gepostet, das es nur in den USA gibt und dessen Betreiber pro „Fall“, er deprogrammiert Sektenmitglieder, 5.000 Dollar kassiert. Auffallend an diesem Opferforum von Rick A. Ross ist, dass alles vom Islam zum Buddhismus behandelt wird und alles eine Sekte darstellt. Sogar Osama Bin Laden findet Platz in seinem Opferforum für ehemalige Sektenmitglieder. Was fehlt in diesem englischsprachigem Forum aus den USA? Ich konnte keine Threads über das Christentum im Forum von Rick A. Ross finden. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Deutsche Webseiten konnten die Teilnehmer der Diskussion nicht beibringen.

Der Diskussion und verschiedenen Threads im Forum buddhaland.de habe ich entnommen, dass für die Meinungsmacher der Diskussion schon der 100-prozentige Einsatz für die Organisation, die Konzentration auf eine Führerpersönlichkeit oder die Intransparenz der organisatorischen Finanzen als Sektenmerkmal reicht. Auf meinen Einwand, das fände man auch alles bei anderen Gruppen, wurde mir vorgeworfen, ich würde Sekten rechtfertigen. Ich könne nicht ein Übel mit dem anderen entschuldigen. Dabei hat man völlig missverstanden, was ich eigentlich sagen wollte. Dass nämlich die obigen Punkte für mich keine wirklichen Kennzeichen einer Sekte sind. Selbst bei politischen Parteien sind diese Dinge zu finden.

Auffallend an der Diskussion war, dass die Teilnehmer sich nicht die Mühe machten, mit mir auf einer persönlichen Ebene zu diskutieren, sondern gleich zu Tiefschlägen unter der Gürtellinie ausholten. Die Konnotation lag auf minderer Intelligenz auf meiner Seite, das für einen Anhänger einer „Sekte“ ja nicht verwunderlich wäre… Wenn ich die anderen Diskussionen im Forum buddhaland.de betrachte, fällt mir auf, dass die Teilnehmer sich sehr schlimm behandeln und auch beschimpfen. Komisch für ein buddhistisches Forum. Mir fällt dabei auch auf, dass manche Meinungsmacher, die wüst schimpfend durch das Forum ziehen, erst seit drei Monaten angemeldet sind und viele langjährige Mitglieder sich wegen dem üblen Ton im Forum mit einer betreffenden Nachricht aus buddhaland.de zurückgezogen haben.

Für mich persönlich wird aus einer Gruppe eine Sekte, wenn diese das Leben der Menschen tatsächlich bedroht. Wenn die Gruppe also eine Gefahr für Leib und Leben des Menschen, für sein Konto oder für seine Beziehungen zu seiner Familie darstellt. Dass irgendwelche Gruppen negative Auswirkungen auf bestimmte Menschen haben, macht diese Gruppen für mich noch lange nicht zur Sekte. Es zeigt eher, dass sich bestimmte Menschen von bestimmten Dingen fernhalten sollten, wenn sie mit diesen nicht umgehen können.


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2380 Euro in bar

Im Forum buddhaland.de gibt es eine Diskussion, ob die Soka Gakkai eine Sekte ist oder nicht. In meinen Augen ist die SGI keine Sekte. Im folgenden Film kannst du eine richtige Sekte sehen. Der erste kleine Minikurs kostet 2380 Euro in bar und die Bosse haben lustige goldene Kronen auf. In diesem grandiosen Film geht um Transzendentale Meditation und David Lynch: David wants to fly. Schnell angucken, der Film ist urheberrechtlich geschützt und daher vielleicht bald wieder offline.


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